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Station Totholz



File:Wustholz in Wuppertal-2.JPG

Von Wegen. Totholz ist alles andere als tot – lauschen Sie doch einmal. Würden wir ein Mikrofon mit Verstärker in diesen abgestorbenen Baumstamm halten, dann würden Sie hören, dass es hier vor Leben nur so wimmelt. Hier bedeutet „tot“ nicht Stille, sondern Leben!

14.000 Tier- und Pflanzenarten leben in unseren Wäldern. Es ist kaum vorstellbar, aber ein Drittel davon ist auf Totholz angewiesen! Es dient als Wohnraum oder Nahrungsgrundlage. Damit sind scheinbar tote Bäume mindestens genauso wichtig im Ökosystem Wald wie lebende Bäume.
Doch möchten Sie gerne in Holz beißen? Nein? Dann geht es Ihnen genauso wie vielen anderen Tieren auch. Die meisten Insekten können die Zellulose im Holz nicht abbauen. Deswegen sind sie darauf angewiesen, dass zunächst einmal Bakterien und Pilze den Stamm besiedeln und das Holz zersetzen.
Sie bauen die Zellulose im Holz ab und lassen es dadurch weich werden.
Dieser Zersetzungsprozess beginnt schon am lebenden, noch stehenden Baum. Ist das Holz erst einmal angegriffen, gesellen sich dann Laufkäfer, Larven, Spinnen, Hundertfüßler und Ameisen zu den Bakterien und Pilzen. Die Ameisen sind wiederum die Leibspeise des Schwarzspechtes, von dem wir ja schon vorhin gehört haben.
Stürzt ein abgestorbener Baum um, bleibt das Totholz durch die Nähe zum Boden meist sehr feucht. Ein optimaler Lebensraum für Moose und Flechten
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Quelle: Text: Rothaarsteigverein Audiowege Bilder: Wikipedia

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